Ratgeber: Vorteile einer Rechtschutzversicherung 

Vorteile einer Rechtsschutzversicherung
Es gibt einen Unterschied, ob man bei einem Prozess vor Gericht Recht hat und Recht bekommt oder nicht. Deshalb gibt es auch in Sprichwort dazu. Manchmal gibt es z.b. Probleme zwischen einem Vermieter oder mit dem Arbeitgeber.  Spätestens dann, wenn es nötig ist, das eigene Recht vor Gericht zu vertreten und dies durchzusetzen kann es teuer werden. Am Gericht entstehen nämlich relativ schnell Kosten von mehreren 1000 Euro. Meistens dann, wenn die finanziellen Möglichkeiten begrenzt sind ist es deshalb nicht einfach, auf dem eigenen Recht zu beharren.
Wer gut abgesichert ist hat den großen Vorteile einer Rechtschutzversicherung im Rücken. Eine Rechtsschutzversicherung ist nicht umsonst statistisch gesehen bei mehr als der Hälfte aller Haushalte in Deutschland vorhanden. Nun stellt sich die Frage, welche Vorteile eine Rechtsschutzversicherung bietet.

 

Für wen lohnt sich eine Rechtsschutzversicherung?

Rechtsschutzversicherungen können durchaus sehr sinnvoll sein. Ansonsten schreckt man nämlich sogar davor zurück, wegen dem Kostenrisiko das Recht vor dem Gericht durchzusetzen. Mit einer Police für eine Rechtschutzversicherung ist es deshalb nicht nötig, sich Sorgen zu machen. Es ist allerdings Tatsache, dass sich eine solche Rechtsschutzversicherung nur für bestimmte Streitsituationen auszahlt und auch nicht immer die günstigste Lösung ist. Deshalb ist es wichtig, eine Berufsunfähigkeitsversicherung, sowie eine Privathaftpflichtversicherung primär abzuschließen. Sollte danach noch ein finanzieller Spielraum gegeben sein, ist es sinnvoll, sich Gedanken über eine Rechtsschutzversicherung zu machen.

In welchem Umfang eine solche Rechtsschutzversicherung tatsächlich lohnenswert ist hängt von den aktuellen Lebensumständen und der Situation ab. Deshalb ist es fraglich, in welchen Lebensbereichen eventuell irgendwann ein rechtlicher Ärger entstehen könnte. Wenn es zum Beispiel nötig ist, jeden Tag mit dem Auto in die Arbeit zu pendeln oder sich Ärger in der Arbeit anbahnt, kann sich eine Versicherung für Verkehrsschutz oder Arbeitsrechtsschutz lohnen. Wenn man als Rentner aber kein eigenes Auto benötigt, ist ein solcher Schutz auch nicht nötig. 

Wer als Mieter besser schlafen will, weil er eine Rechtsschutzversicherung abschließt, kann tatsächlich beruhigter sein. Meistens geht es in diesen Dingen um Kündigungen, Erhöhungen der Miete, Abrechnungen der Nebenkosten oder Schönheitsreparaturen. Auf eine Wohn-Rechtsschutzversicherung kann aber verzichtet werden, wenn man im eigenen Haus wohnt. 

Außerdem ist ausschlaggebend, ob man selbst als Mensch einen starken Hang dazu hat, Auseinandersetzungen rechtlich auszutragen. Eventuell ist es wichtig, dass alle Optionen tatsächlich ausgeschöpft werden. Wenn weder der nervliche Aufwand, noch der zeitliche einen von einem Rechtstreit abschrecken, dann kann eine Rechtschutzversicherung hilfreich sein. Dieser Versicherungsschutz schützt einerseits vor hohen Kosten und andererseits wird gewährleistet, dass das Recht auch gegenüber einem finanzkräftigen Streiter durchgesetzt wird. Ein gutes Beispiel hierfür sind große Unternehmen. 

Paare, die zusammen leben oder Familien benötigen nur eine Police dafür. Auch die erwachsenen Kinder sind bei Spezial-Familientarifen mitversichert, wenn diese noch nicht verheiratet sind oder sich im Studium, bzw. noch in der Ausbildung befinden. Manche Offerte schließen auch andere lebende Familienmitglieder ein, die im Haushalt leben, wie zum Beispiel die Großeltern. Ein Singletarif hingegen eignet sich am besten für Alleinstehende. Hier können Sie Online die >> Preise verschiedener Rechtsschutzversicherung prüfen.

Die Reichweite der Abdeckung einer Rechtschutzversicherung

In der Regel funktioniert auch eine Rechtsschutz Versicherung ähnlich, wie viele andere, nämlich ganz nach dem Baukastenprinzip. Der Kunde hat die Möglichkeit, aus einzelnen Bausteinen alles das passende zusammenzusetzen, um sich einen Schutz zusammenzustellen. In der Regel ist es hilfreich, sich folgende Bereiche im Leben abzusichern: 

• Immobilien 
• Miete 
• Verkehr 
• Beruf 
• privat 

Bei einem solchen Modell werden nur die Leistungen bezahlt, die tatsächlich benötigt werden. Der Nachteil ist allerdings, dass nichts versichert ist, was auch nicht extra aufgeschlüsselt und eingeschlossen ist. Wer nämlich zum Beispiel ausschließlich nur einen Verkehrsrechtsschutz abgeschlossen hat, aber Probleme in der Arbeit mit dem Chef hat, geht leer aus. Deshalb ist es ratsam, sich für Paketlösungen zu entscheiden. Diese bestehen aus einer Kombination aus Wohnrechtsschutz, Verkehrsrechtsschutz, Berufsrechtsschutz und Privatrechtsschutz. Somit sind sehr viele Rechtsfragen abgedeckt. Bei dieser Kombination aus Bausteinen ist zum Beispiel der Bereich Verträge, Schadensersatz, Beruf, steuergerichtlicher Streit, Soziales, Verwaltungsärger, Strafrecht, Erbrecht und Familienrecht, sowie Haus und Wohnung inbegriffen. 

Hier ist Vorsicht geboten

Ein Konflikt, der bereits besteht, bevor die Rechtsschutz Versicherung abgeschlossen ist, ist dann auch nicht versichert. In vielen Fällen ist es nötig, drei Monate lang zu warten, bis eine solche Police tatsächlich angewendet werden kann. Dadurch möchte sich der Versicherung Anbieter davor schützen, dass eine Versicherung erst dann abgeschlossen wird, nachdem schon Ärger entstanden ist. 

Bei manchen Rechtsfragen zahlt die Versicherung in der Regel nicht, wie zum Beispiel bei Schadensersatzansprüchen, wenn der Vertrag verletzt wurde oder bei Auseinandersetzungen im Bereich Baufinanzierung und bauen, sowie bei vorsätzlichen Straftaten. Außerdem zählen Partnerrecht, Urheberrecht, spekulative Kapitalanlagen, Ärger mit selbstständigen Tätigkeiten und Streit zwischen gemeinsam Versicherten Personen zu den Ausnahmen. 

Übrigens gibt es Unterschiede von Anbieter zu Anbieter, wenn es um die Fälle geht, bei denen der Versicherungsschutz wirklich ausgeschlossen ist oder nicht. 

Welche Kosten werden tatsächlich übernommen?

Einen Rechtsschutz haben Statistiken zufolge bereits mehr als 60 % aller Bundesbürger. Im Privatrecht entstehen die meisten Konflikte. Finanziell gesehen handelt es sich dabei allerdings um Kleinigkeiten. Andererseits gibt es auch Streitfälle, die sich um hohe Summen drehen. Ein Beispiel hierfür ist, wenn der Arzt seinen Patienten falsch behandelt und eventuell Schmerzensgeld eingefordert wird. Die Prozesskosten und Anwaltskosten für solche Fälle sind sehr hoch, außerdem wird ein Gutachter benötigt. Auch bei einem Streit um die Berufsunfähigkeitsrente drehen sich die Summen um mehr, als 100 000 Euro. 

Sehr oft kommt eine Rechtsschutz Versicherung nicht nur für den Streit vor Gericht auf, sondern es werden auch noch Anwaltskosten bezahlt, sobald der Rechtsanwalt für die Situation tätig wird und eventuell versucht, eine außergerichtliche Lösung zu erzielen. Viele Versicherungsanbieter bieten die Übernahme der Kosten für einen Mediatoren, welcher als neutrale Person ausgewählt wird, um eine außergerichtliche Streitschlichtung zu erzielen. Bußgelder oder Geldstrafen des Versicherten werden aber grundsätzlich nicht von der Versicherung bezahlt. 

Bei einer Rechtsschutzversicherung wird ein Vertrag abgeschlossen, der zwischen dem Versicherungsunternehmen und einer privaten Person besteht. Das bedeutet, dass die Person an die Versicherung gebunden ist. Die vereinbarten Prämien kann entweder einmal im Jahr, vierteljährlich oder monatlich beglichen werden. Manchmal wird in einem solchen Vertrag festgelegt, dass ein Eigenanteil, bzw. ein Selbstbehalt bezahlt werden muss, damit die Versicherung greifen kann. Solche Summen werden entweder gleich festgelegt oder es geht um Prozente des Streitwertes. Die Versicherung ist dazu verpflichtet, in den entsprechend angeführten rechtlichen Belangen einzutreten und die private Person zu verteidigen. Erst dann, wenn ein tatsächlicher Versicherungsfall eintritt, kommt eine Rechtsschutz Versicherung zum Einsatz. 

Häufig ist eine Rechtsschutz Versicherung besonders dann nötig, wenn beispielsweise ein Fahrzeug betroffen ist, weil es um einen Schaden geht. Manchmal gibt es Probleme mit Kaufverträgen oder eine Schadenersatzforderung sollte erwirkt werden. 

Vor Gericht ist es meist nötig, sich zu verteidigen. Spätestens dann ist ein Rechtsbeistand sehr wichtig. 

Auch im Bereich Erbrecht und Familienrecht ist eine Rechtschutzversicherung empfehlenswert, damit der Versicherte alle Informationen bekommt und im Bilde ist. Manchmal gibt es Streit zwischen Eltern und den Kindern, auch in Sachen Ehe kann eine derartige Versicherung hilfreich sein. 

Achtung! Im Streitfall erst von der Versicherung eine Deckungszusage erteilen lassen. Diese prüft vorher die Aussicht auf Erfolg.

Fazit:

Wer mehr Sicherheit in punkto Rechtsschutz möchte, sollte sich um eine Versicherung kümmern. Oft kommt es im Prozess darauf an, finanziell flüssig zu sein, um das eigene Recht vertreten zu können. Die Versicherung dient daher auch als Absicherung vor dem finanziellen Ruin. In der heutigen Zeit ändert sich das Gesetz relativ häufig. Deshalb ist es dem Verbraucher gut geraten, sich in Sachen Recht und Gesetz einen Beistand zu holen und eine entsprechende Versicherungspolice abzuschließen.

Tipp: Wir beraten Sie gerne zur Rechtsschutzversicherung. Rufen Sie an oder nutzen Sie unser Kontaktformular.
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